Die CO2 Lüge

Bild: Lothar Strenge – nach der Noternte im Juli 2018

Das Thema CO² Lüge habe ich erst jetzt einige Monate nach der ersten Veröffentlichung dieser Seiten mit hereingenommen, weil mich ärgert wie unsere gesamte politische Parteienriege ihren Kopf immer noch als Hutständer benutzt und diesen Trotteln des IPCC hinterher läuft, die GRÜNEN ganz vorneweg. Sie nutzen die Dummheit in der Bevökerung, siehe Hambacher Forst. Bei der Braunkohleverbrennung muss nur der Feinstaub gefürchtet und abgefiltert werden, der ist absolut schädlich, nicht nur für menschliche Organe, auch die Tiere leiden darunter, können es uns nur nicht mitteilen. Die CO² Emission ist völlig unbedeutenden, weil diese menschliche  Emission, Verursachung, nur maximal 10 % der gesamten Emissionen der Erde ausmachen, wie die Meere zum Beispiel. Siehe auch westlich von Neapel die vulkanischen Felder von Solfatara, da treten permanent Gase aus, bei ca. 200 ° Celsius neben Wasserdampf, Schwefel, Antimon, Quecksilberverbinden. Von diesen vulkanischen Feldern gibt es tausende, siehe auch Island.

Aber das will keiner wissen, weil diese vielen Trottel der vielen NGOs keine Spenden mehr bekämen. Die Parteien hatten die letzten Jahre Zeit genug sich zu informieren, wie weit die Klimaskeptiker recht haben mit ihren Fakten. Die deutschen Ableger in Potsdam des IPCC tun sich da besonders hervor. Wir sollten diese Kraft, damit meine ich diese vielen fehlinvestierten Milliarden Euro, lieber dem Umweltschutz widmen, das bringt uns sofortigen Nutzen, zum Beispiel dem Totalverbot von Gyphosat. „Wir schaffen das“ Frau Merkel, in 10 Jahren bis 2030 eine Totalumstellung unserer Landwirtschaft auf Bioanbau. Alle neuen Erkenntnisse unserer Wissenschaftler bringt Deutschland die Nummer 1 in der Nachhaltigkeit ein und alle lernen von uns, weil wir die Patente darauf halten.Verschenkt wird nichts, zumindest nicht ohne Gegenleistungen.

Es wird zwar langsam wärmer auf der Erde, ganz langsam, aber das hat nichts mit dem CO² Gehalt in unserer Athmosphäre zu tun, sondern mit der etwas höheren solaren Aktivität der Sonne. Dafür gibt es auch seit langem Temperaturmessungen, die das bestätigen.

Es kann keinen Treibhauseffekt geben, weil es einen offenen Himmel gibt. CO2 kommt nur zu 0,038 Prozent in der Atmosphäre vor, der menschengemachte Anteil des CO2 liegt bei drei Prozent des Gesamt-CO2 Gehalts.

http://www.klimaskeptiker.info/beitraege/malberg_solar.html

Der folgende Text ist ein Auszug aus www.klimaskeptiker.info -von Horst Mahlberg, Uni.-Prof. (a.D.) für Meteorologie und Klimatologie.

Quo vadis Klima?

Betrachtet man die grundsätzliche Temperaturentwicklung von der mittelalterlichen Kleinen Eiszeit bis heute, so weist sie unverkennbar einen wellenartigen, sinusförmigen Verlauf auf. Die Wellenlänge beträgt rund 200 Jahre. Synchron dazu zeigt die solare Aktivität das gleiche langfristige Schwingungsverhalten. Bei der periodischen Zu- und Abnahme der solaren Aktivität handelt es sich offensichtlich um den aus der Astrophysik bekannten „De-Vries-Zyklus”, dessen mittlere Periode 210 Jahre beträgt. Die beobachteten Zyklusminima der solaren Aktivität lagen in den letzten 350 Jahren im 17. (Maunder Minimum) und im 19. Jahrhundert (Dalton Minimum). Die Maxima der solaren Aktivität traten um 1800 und 2000 auf. Die Klimaentwicklung seit der mittelalterlichen Kleinen Eiszeit folgt dem solaren De-Vries-Zyklus (u. U. derzeit verstärkt durch den im Mittel 88-jährigen Gleisberg-Zyklus).

Aufgrund dieses Zusammenhangs von periodisch sich ändernder Sonnenaktivität und der Klimaentwicklung in den letzten 300 Jahren muß man folgern: Nach der derzeitigen Wärmeperiode folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit entsprechend dem langperiodischen Sonnenverhalten ein weiteres zyklisches Minimum der solaren Aktivität und damit eine dem Treibhauseffekt entgegenwirkende Abkühlung im Verlauf des 21. Jahrhunderts. Die von den Klimamodellen berechnete fortschreitende Erwärmung erscheint vor diesem Hintergrund höchst unwahrscheinlich.

Wie die dramatische Klimaentwicklung zwischen 1661 und 1700 (Zentralenglandreihe) sowie von 1800 bis 1850 (Mitteleuropareihe) zeigt, als die 10-jährigen Mitteltemperaturen in nur vier bzw. fünf Jahrzehnten um -1,0°C (K) sanken, können Abkühlungen abrupt einsetzen und über viele Jahrzehnte das Klima bestimmen.

Als schwerwiegender Fehler könnte sich in der Klimazukunft erweisen, den solaren Einfluß auf den Klimawandel falsch eingeschätzt zu haben. Wir werden uns nach dem periodischen Verhalten der Sonnenaktivität voraussichtlich schneller in einer weiteren Abkühlungsphase befinden als uns lieb ist. Einen ersten Temperatureinbruch gab es in den 1960er/70er Jahren, als die Sonnenfleckenzahl vorübergehend um 25% zurück ging und sich als Folge des verringerten solaren Energieflusses die Nordpolarregion um mehrere °C (K) dramatisch abkühlte. Aus diesem Grund erscheint es dringend geboten, Klimafolgestrategien für den Fall einer raschen Abkühlung zu entwickeln. Allein an eine fortlaufende anthropogen verursachte Erwärmung zu glauben, könnte sich schon in wenigen Jahrzehnten als einäugig erweisen.

Abschließend sei noch auf die Tatsache eingegangen, daß sich die globale und regionale Erwärmung in den letzten Jahren beschleunigt hat. Dieses mit dem anthropogenen Treibhauseinfluß zu begründen, ist durch nichts bewiesen. Zum einen ist die solare Aktivität auf dem höchsten Niveau seit weit über 300 Jahren, und zwar noch um 25 – 30% höher als beim Wärmehöhepunkt der 1790er Jahre. Zum anderen können bei Abkühlungen wie Erwärmungen positive Rückkopplungen mit anderen Klimafaktoren auftreten, was eine Verstärkung des Prozesses zur Folge hat. So wird durch eine globale Erwärmung die mit Eis und Schnee bedeckte Fläche kleiner. Das führt zu einer verminderten Reflexion der Sonnenstrahlung, d.h. zu einer erhöhten Absorption und damit einer sich weiter verstärkenden Erwärmung. Analoges gilt für den Selbstverstärkungsprozess in Abkühlungsperioden, wenn die schnee- und eisbedeckte Fläche anwächst und sich dadurch die globale Albedo erhöht.

Schlußbetrachtungen

Nach den obigen Ergebnissen über die globale wie mitteleuropäische Klimaentwicklung der vergangenen 150 bzw. 300 Jahre wird der anthropogene Treibhauseffekt auf den Klimawandel im UN-Klimabericht 2007 wesentlich überschätzt und in der öffentlichen Darstellung in wissenschaftlich unzulässiger Weise dramatisiert. Unsichere, auf Hypothesen beruhende und im Konjunktiv gemachte Szenarienaussagen werden wie Fakten behandelt. Die daraus resultierende derzeitige Klimahysterie und der unausgegorene CO2-Aktionismus sind vor dem Hintergrund der bisherigen Klimaentwicklung nicht nachvollziehbar. Nicht der Mensch, sondern die veränderliche Sonnenaktivität ist aufgrund der 300-jährigen Klimadiagnose die treibende Kraft, ist der „global player” in unserem Klimasystem. So hat zur globalen Erwärmung im Zeitraum 1850-2000 von +0,6°C (K) die CO2-Zunahme um 35% lediglich +0,1°C (K) beigetragen. Was aber bedeutet das für die Klimapolitik? Es wäre ein Irrtum, würde man folgern, damit sei der Mensch aller Klimaprobleme enthoben.

Zum einen müssen wir uns, wie alle unsere Vorfahren, auf weitere naturgegebene globale und regionale Klimaänderungen, d.h. auf wärmere und kältere Perioden, einstellen. Mit der Entwicklung entsprechender Strategien gilt es, sich vorausschauend auf verändernde Lebensbedingungen einzustellen. Dabei ausschließlich von einer fortschreitenden Erwärmung auszugehen, erscheint in Anbetracht der langperiodisch sich ändernden Sonnendynamik einäugig. In Abwandlung eines geflügelten Wortes kann man sagen: Die nächste Abkühlung (Kleine Eiszeit) kommt bestimmt. Daran wird der Mensch kaum etwas ändern können.

Die Anstrengungen zur globalen Reduzierung der CO2 -Emissionen sollten in erster Linie aus energiepolitischen Überlegungen abgeleitet werden. Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit erscheint es dringend geboten, den Schutz der Ressourcen um der Ressourcen – und damit unserer Nachkommen – willen zu betreiben. Selbst wenn unsere fossilen Energiereserven noch über 100 Jahre reichen, was sind, abgesehen von ihrer zunehmenden Verknappung/Verteuerung, ein oder zwei Jahrhunderte vor dem Hintergrund der Menschheitsentwicklung? Auch ist zu bedenken, daß der Energiebedarf bei einem Rückgang der Temperatur höher sein wird als bei der „prognostizierten” Erwärmung.

Vor diesem Hintergrund kommt dem Einsatz regenerativer Energien als Ergänzung zu den konventionellen Energieträgern eine wichtige Rolle zu. Allerdings sollte man auch die Grenzen beim Einsatz erneuerbarer Energien klar erkennen. So stehen z.B. uns in Mitteleuropa in der kalten und dunklen Jahreszeit, wenn der Energiebedarf besonders hoch ist, im Mittel nicht mehr als 10% der Sonnenenergie im Vergleich zu den Sommermonaten zur Verfügung. Entsprechend liefern meine Solarröhren an den vielen trüben Herbst- und Wintertagen bei Kollektortemperaturen unter 20°C nicht einmal genug Wärme für das tägliche Spülwasser.

Last but not least sollte dem regionalen und überregionalen Umweltschutz höchste Priorität eingeräumt werden. Die Reinhaltung von Luft, Wasser und Boden, der Erhalt der Wälder usw. kommen den Menschen unmittelbar zu gute und stellen in der Summe einen effektiven und nachhaltigen Beitrag zum Klima und zur Lebensqualität auf unserem blauen Planeten dar.

Ende Auszug Klimaskeptiker.

Abbildung 2: 10-jährige globale Mitteltemperatur
1851 – 2000

Aus Klimaskeptiker.info: Um die globale Klimaentwicklung zu beschreiben, sind einzelne lokale Wetterereignisse und einzelne Temperaturmessungen nicht geeignet. Erst wenn weltweite Daten zusammengetragen werden, kann sich ein weltweiter Überblick ergeben.

Das IPCC verwendet vier international anerkannte Temperaturreihen: GISS, Hadley, RSS und UAH. Zwei davon sammeln an der Oberfläche gemessene Temperaturdaten der unteren Troposphäre (sprich in 2 Metern Höhe gemessene Lufttemperaturen), die beiden anderen sammeln Satellitendaten. Es ist dabei interessant zu verfolgen, welche Probleme mit Oberflächendaten (Stichworte urbane Hitzeinseln, fehlerhaft installierte Meßstationen) bestehen und mit welchen Methoden diese Probleme kompensiert werden sollen.

Generell sind oberflächennahe Lufttemperaturen zur Beschreibung einer vermuteten oder tatsächlichen Globalen Erwärmung kaum geeignet. Die Atmosphäre – die Luft – enthält nur einen geringen Bruchteil der Wärmeenergie, die im Ozean gespeichert ist. Die langfristigen Temperaturveränderungen der Ozeane sind daher für die globale Temperaturentwicklung sehr viel bedeutsamer und steuern die Lufttemperaturen. Da die Lufttemperaturen also nur Temperaturen aus zweiter Hand sind, geben sie nur einen schwachen Ausblick auf die wirkliche Temperaturentwicklung. Gleichwohl sind sie über lange Zeit die einzigen Temperaturen gewesen, die überhaupt erfaßt wurden. Erst seit wenigen Jahren stehen mit dem ARGO-Bojen-Netzwerk globale Daten über die Wassertemperaturen zur Verfügung, die durchaus interessante Aufschlüsse geliefert haben. Seit Beginn der ARGO-Messungen entwickeln sich die Ozeantemperaturen nicht, wie vom IPCC und den übrigen Treibhaus-Katastrophen-Instituten vorhergesagt, nach oben, sondern fallen. Die hier präsentierten Datenquellen sind dennoch zur Beurteilung oft gehörter Trendmeldungen wichtig und interessant.

  1. GISS
    Goddard Institute for Space Studies, NASA, USA
  2. Hadley/CRU
    Hadley-Centre, UK Met Office, sammelt Oberflächendaten im Zusammenarbeit mit der Climatic Reseach Unit (CRU) der Universität von East Anglia (UEA) in Norwich.
  3. RSS
    Remote Sensing Systems, Santa Rosa, Kalifornien
  4. UAH
    University of Alabama in Huntsville

Zusätzlich sind noch weitere Datenquellen von Interesse für die Klimadiskussion. Einige davon sind hier zusammengestellt:

  • NCDC
    National Climate Data Center der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), liefert dem GISS Daten von landgestützten Meßstationen und erstellt selbst eine globale und (US-) nationale Temperaturreihe
  • UC
    University of Colorado, Boulder, sammelt Daten über den Meeresspiegel
  • JAXA
    Japanische Weltraumbehörde, sammelt und präsentiert Daten zur Ausdehnung des arktischen Meereises.
  • Nansen / Arctic ROOS
    Norwegisches Institut, sammelt und präsentiert Daten zur Ausdehnung des arktischen Meereises.
  • DMI
    Dänisches Meteorologisches Institut, sammelt und präsentiert Daten zur Ausdehnung des arktischen Meereises.
  • Argo
    Projekt der University of California in San Diego, das Argo-Bojennetz sammelt mit über 3000 frei treibenden automatischen Bojen weltweit Daten zu Temperatur, Salzgehalt und Strömung der Ozeane bis zu einer Tiefe von 2000 Metern.
  • Cryosphere Today
    Seite der Universität von Illinois, der Sammlung und Darstellung von Daten über die Cryosphäre, also die eisbedeckten Flächen, gewidmet.

07 01 2019 INGOLSTADT-TODAY – Der sinnlose Traum von der elektrischen Zukunft

Warum Professor Jörg Wellnitz von THI, Technische Hochschule Ingolstadt, ganz sicher weiß, dass der Hype um das Elektroauto kaum mehr als ein Alibikrieg ist.

Von Michael Schmatloch

Es ist eine schwere Hypothek, die auf dem Elektroauto lastet. Es soll nicht nur das Autofahren billiger machen, sondern in erster Linie für saubere Luft sorgen und die von Kohlendioxid und Stickoxiden gebeutelte Atmosphäre entlasten. Autoindustrie und Politik überbieten sich geradezu in ihren Zielvorgaben, wann wie viele E-Autos auf den Straßen unterwegs sein sollen. Dabei ist die heilsbringende elektrische Zukunft nichts weiter als purer Schwachsinn. Viele an den Stellschrauben der mobilen Zukunft wissen das, aber nur wenige sagen es so deutlich wie Jörg Wellnitz, Professor an der Technischen Hochschule Ingolstadt und zudem Inhaber einer Professur in Melbourne. Der Inhaber des Lehrstuhles für Leichtbau hat sich akribisch mit allen Aspekten der E-Mobilität auseinandergesetzt. Und das Ergebnis: Sie kann und wird nie so kommen, wie von Industrie und Politik prognostiziert. Für ihn ist das Ganze ein Alibikrieg, nichts anderes. Und der Kunde? Ist Nebensache.

„In der Volksmeinung ist die E-Mobilität eine tolle Sache“, sagt der eloquente Professor, „aber sie macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich alle Aspekte des Themas einmal vor Augen führt.“ In der Tat gibt es keinen Aspekt, für den Wellnitz nicht ernüchternde Zahlenwerke parat hat, erstaunliche Untersuchungen zitieren kann oder schlicht mit gesundem Menschenverstand eins uns eins zusammenzählt.  Im Zentrum steht selbstredend das Umweltthema. Für gerade einmal 16 Prozent des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes ist der Autoverkehr verantwortlich. „Belastender ist da ja schon die Massentierhaltung und die landwirtschaftliche Monostruktur“, weiß Wellnitz. Von den großen Containerschiffen auf den Weltmeeren ganz zu schweigen.

330 dieser übergroßen Containerschiffe gebe es. Und 15 von ihnen produzierten so viel Schadstoffe wie 750 Millionen Autos. Vom Flugverkehr und den Kreuzfahrtschiffen ganz zu schweigen. Und selbst wenn die Autos der größte Verursacher für den Kohledioxidausstoß wären, selbst dann wäre das E-Auto für die Verbesserung der Umweltbilanz vollkommen wertlos. „Bis die Batterie für Tesla beispielsweise gebaut ist, könnte man acht Jahre lang mit einem Verbrennungsmotor fahren, um die gleiche Umweltbelastung zu erzielen“, so Wellnitz, der deswegen ungern von Zero-Emission bei E-Autos spricht und gleich auch noch dem Märchen vom billigen Fahren mit Strom den Garaus macht. Denn seiner Meinung nach ist es eine Frage der Zeit, bis der Strom zum Aufladen der Batterien – der zudem in der Hauptsache alles andere als sauber produziert wird – ebenso besteuert wird wie Benzin oder Diesel. Und dann lägen die Kosten für einen elektrischen Flitzer bei rund 800 Euro pro Monat. Und der hat ob der möglichen Ladezyklen eines Akkus in acht Jahren nur noch Schrottwert.

Und das weiß die Autoindustrie nicht? „Alle wissen es“, sagt Jörg Wellnitz, „aber es geht weder um die Umwelt, noch um die Kunden.“ Warum Hersteller wie Audi, BMW und andere derzeit Milliarden in die neue Technologie investieren, liege ganz wo anders. „Zum einen lassen sich Milliarden an EU-Fördergeldern kassieren. Daneben bewahren E-Autos die großen Hersteller vor Strafzahlungen wegen Nichterreichens der europäischen Klimavorgaben, da sie mit angeblichen Zero-Emissionsmodellen den Flottenmix nach unten drücken. „Es geht selbstredend auch um das Markenimage, um ein grünes Mäntelchen und um Technologiekontrolle.“ Man baue die E-Autos im Wissen, dass sie alles andere als die automobile Zukunft seien. „Es zu machen ist billiger, als es nicht zu machen“, hat mir mal ein Automanager gesagt, „es ist sinnlos, aber es kostet weniger.“

Und – so ganz nebenbei – geht es natürlich darum, noch mehr Autos zu verkaufen. 1,6 Milliarden Fahrzeuge gibt es heute bereits weltweit. 80 Millionen werden pro Jahr produziert. Das seien ebenso viele, wie Kinder auf dieser Welt neu geboren werden. E-Autos sind für die Hersteller kein Ersatz für Verbrenner, sondern ein Zusatzgeschäft, um als Zweit- oder Drittfahrzeug noch mehr Autos an den Mann zu bringen.

Doch dieses Zusatzgeschäft stößt an seine Grenzen, wenn es um die benötigen Rohstoffe für den Bau von Akkus geht, deren Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika (Kobalt) nicht nur extrem umweltunverträglich ist und in weiten Teilen mit unvertretbarer Kinderarbeit einher geht. „Würde Audi den A4 in großer Serie rein elektrisch bauen, müssten sie den halben Weltmarkt an Kobalt leerkaufen.“ Bei VW – so Wellnitz– habe man so eine Rechnung schon mal aufgemacht und sei zudem Ergebnis gekommen, dass der Konzern für seine Produktion von E-Autos rund 130 000 Tonne Kobalt benötigen würde. Die Weltproduktion indes liegt derzeit bei 123 000 Tonnen.

Und die meisten Schürfrechte liegen in China, was, wie Professor Fritz Indra sagt, der auch mal bei Audi beschäftigt war, einen veritablen Wirtschaftskrieg auslösen könnte. „Die Chinesen haben sich in Afrika weitgehende Schürfrechte gesichert. Kobalt wird zum Beispiel im Kongo teils unter brutalsten Bedingungen von Kindern aus dem Boden gekratzt“, so Indra, „man braucht zudem Graphit, Mangan und Lithium. Bei all diesen Themen begeben wir uns voll in chinesische Abhängigkeit, wir müssen das alles von Chinesen kaufen.“ Wie für Professor Jörg Wellnitz liefert auch für „Verbrennerpapst“ Indra das Elektroauto „in einer gesamtheitlichen Betrachtung“ keinen Beitrag zum Klimaschutz.

Wellnitz, für den der Dieselmotor nach wie vor der sauberste und umweltfreundlichste Antrieb ist, macht noch eine andere bemerkenswerte Rechnung auf. Abgesehen davon, dass eine Auto-Akku rund 100 Wattstunden Leistung pro Kilogramm Gewicht liefert (Benzin 12 000 Wattstunden und Wasserstoff, für Wellnitz der Treibstoff der Zukunft, 33 000 Wattstunden), ließen sich die Klimaziele heute schon ganz leicht erreichen.

Würde jeder Autofahrer seinen Tank nur ein Viertel betanken und auf den – laut Statistik – in bayerischen Auto mitgeführten unnötigen Ballast von durchschnittlich 7,5 Kilogramm verzichten, dann „hätten wir die europäischen Klimaziele schon in Sichtweite.“

Und würde man eine aufrichtige Ökobilanz aufmachen, basierend auf Preis, Bauraum und Leistung, dann „kommt hinten der Ottomotor raus oder ein kleiner Diesel“, sagt Jörg Wellnitz. Und: „Das Wasserstoffauto wird ganz sicher kommen.“